BEGRIFFSERLÄUTERUNG
 

Gesprächspsychotherapie
Psychische Probleme gelten als Folge einer „Inkongruenz zwischen Selbst und Erfahrung“ – wenn also jemand bestimmte Erfahrungen nicht mit seinem Selbstbild vereinbaren kann. Im Mittelpunkt der Therapie steht daher die Selbsterforschung des Klienten. Der Therapeut bietet dabei Unterstützung und achtet darauf, dass der Klient sich einfühlsam verstanden, wertgeschätzt und aufgehoben fühlt.

Tiefenpsychologie
Die Tiefenpsychologie ist aus Konzepten der Freudschen Psychoanalyse entstanden, ist aber kürzer und stärker auf aktuelle Fragen und konkrete Ziele gerichtet. Dabei werden seelische Nöte auf zwischenmenschliche Konflikte, belastende Beziehungen und Traumata – oft aus der Kindheit – zurückgeführt.

Neuro-linguistisches Programmieren (NLP)
„Neuro“ steht für die Gesamtheit der inneren und äußeren Wahrnehmungsprozesse sowie Verhaltensäußerungen, die durch das Nervensystem gesteuert werden. „Linguistisch“ weist auf die Fähigkeit des Menschen hin, seine Wahrnehmung und Vorstellung von der Welt in sprachlichen Mustern auszudrücken. Über die Sprache sind so Veränderungen des Denkens und Fühlens möglich. „Programmieren“ steht dafür, dass Verhaltensmuster gelernt sind als sinnvolle Anpassungen an unsere alltägliche Lebensbewältigung. Neues  Verhalten kann hinzugelernt werden, wodurch sich Flexibilität und Fähigkeiten erweitern.

Gestalttherapie
Das Hier-und-Jetzt ist Ausgangspunkt der gestalttherapeutischen Arbeit, denn alles Denken und Fühlen geschieht immer nur in der Gegenwart. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber wir können lernen, die Wirkung vergangener Ereignisse und früher Erfahrungen zu reflektieren, unseren Blick auf die Vergangenheit zu verändern. Dann ändert sich auch ihre Wirkung.

Psychodrama
Beim Spiel alltäglicher Szenen und ihrer Variationen enthält das Psychodrama Elemente des Übens von Verhalten; hier kann lerntheoretisches Denken einbezogen werden. Durch die Arbeit an der „Rollentransparenz“ wird es möglich „Rollenfixierungen“ zu lösen und Freiheit zur Wahl neuer Verhaltensweisen und Kontaktformen zu schaffen. Dabei zeigt sich, wie oft Symptome und Blockaden als Störungen von Beziehungen verstehbar und zugänglich werden.

Kognitive Verhaltenstherapie
Die kognitive Verhaltenstherapie führt psychische Störungen auf erlerntes problematisches Verhalten zurück, das sich verlernen lässt. „Verhalten“ meint neben dem Handeln auch Gefühle, Gedanken, körperliche Reaktionen. Oft arbeitet die Therapie an sehr konkreten Zielen und setzt auf das Ändern der inneren Einstellung.

Systemische Therapie
Die systemische Therapie sieht Menschen nicht für sich, sondern als Teil eines sozialen Systems. Demnach kann es zu Wechselwirkungen von psychischen Problemen und zwischenmenschlichen Beziehungen kommen. Daher bezieht die Therapie oft Bezugspersonen ein, etwa Lebenspartner oder Eltern. Es geht nicht nur um Probleme, sondern auch um Stärken der Beteiligten und ihrer Beziehungen.
 

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